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Gemeinschaftsausstellung

in Gedenken an
Annemarie Werhazy

16. - 18. Nov. und 23. - 25. Nov. 2012
im Saal der Sparkasse Dorfen

 

Veranstaltet von:

Rotary Club Dorfen
Kunstverein Erding
Karnevalsgesellschaft Dorfen
Freie Malgruppe Dorfen
Kultureller Arbeitskreis Dorfen (Organisation)

 

 

Aus der Ausstellung:

Kloster Windberg (1992)

Hauslandschaft (1995)

Hemadlenzen

Lesender

Entwurf Bühne Maskeraversammlung

Entwurf Kulisse Bierkrieg

 

Annemarie Werhazy: Bescheiden über den Tod hinaus

Mit dem Tod von Annemarie Werhazy hat die Stadt nicht nur eine herausragende Künstlerin verloren, sondern auch einen bezaubernden Menschen. Die Bilder, die Annemarie Werhazy gemalt hat, sind farbenfroh, der künstlerische Stil unverwechselbar. So unverwechselbar war auch ihr Leben: bescheiden, hilfsbereit und feinsinnig.

Weit über die Grenzen des Landkreises hinaus hat sich Annemarie Werhazy als Künstlerin einen ausgezeichneten Ruf geschaffen. Dabei hat Werhazy mit dem Malen erst spät begonnen. Geboren wurde sie im Januar 1957 in Kronstadt in Siebenbürger (Rumänien). In Klausenburg absolvierte die stets bescheidene Frau ein Architekturstudium, ehe sie 1984 nach Deutschland aussiedelte.

Ihre hohe fachliche Qualifikation war es, die sie schon 1986 in die Regierung von Oberbayern führte. Dort arbeitete sie bis zuletzt als Diplom-Ingenieurin in der Bauverwaltung. Über den Dorfener Maler Hans Arnold, der in ihrer Nachbarschaft wohnte, kam Werhazy 1986 mit der Malerei in Verbindung. Mit ihm zusammen malte die damals 29-Jährige die Kulissen für die Liedertafel-Aufführung des "Weißen Rössl". Die Malerei lies die feinfühlige Frau fortan nicht mehr los. 1989 belegte sie bei Professor Heribert Losert, einem weit über die Region hinaus bekannten Künstler und Kunstpädagogen, den ersten Aquarellkurs - es folgten noch viele nach. Erste große Akzente in Dorfen setzte Annemarie Werhazy 1992.



Von ihr stammen Idee und Entwurf von "Die Stadt in der Stadt", den einzigartigen, Fassaden Dorfener Bürgerhäuser nachempfundenen Stände des Christkindlmarktes. Im gleichen Jahr wurde die Dorfenerin auch Mitglied im Kunstverein Erding, zu deren Vorsitzender sie 1998 gewählt wurde. Zahlreiche Einzelausstellungen hat Werhazy in all den Jahren erfolgreich durchgeführt. Unzähligen Kunstschaffenden in der Region hat sie künstlerisch inspiriert oder in Kursen das Malen beigebracht. Für die Bierkrieg-Festspiele gestaltete sie die Kulissen genauso begeistert, wie für die Watzmann-Aufführungen beim Dorfener Kulturzelt.

Werhazy war auch Gründungsmitglied beim Rotary Club Dorfen. Als erste Frau wurde sie 2007 auch dessen Präsidentin. Auf ihr Engagement geht der Rotary-Kunstsalon zurück, der viel Beachtung gefunden hat. Auch bei der Regierung von Oberbayern setzte sich Werhazy stark für kulturelle Belange ein und organisierte dort Kunstausstellungen. Dort lernte sie vor Jahren auch den Architekten Albrecht Grundmann kennen - und lieben.

Doch den beiden blieb nicht allzu viel Zeit, für ein ungetrübtes Glück. Die Diagnose Darmkrebs traf Annemarie Werhazy wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Doch die immer hilfsbereite, nie egoistische Frau kämpfte geduldig und tapfer dagegen an. Kraft gab ihr die Liebe ihres Partners - und ihre künstlerische Tätigkeit. Still, zurückhaltend und bescheiden, so wie ihr ganzes Leben war, verabschiedet sich Annemarie Werhazy auch.

Anton Renner

Quelle für Text: Dorfener Anzeiger vom 21.11.2011

 

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